Schadstoffberatung Tübingen

Permethrin

Permethrin gehört zu den Pyrethroiden und ist ein insektizider Wirkstoff z.B. in lösemittelhaltigen Holzschutzmitteln, Insektensprays oder als Textilausrüstung in Wollteppichböden.

Der Dampfdruck deutet auf eine mäßige Ausgasungsneigung hin; in Innenräumen erfolgt eine Anlagerung an Hausstaub.

Beim Menschen wirkt Permethrin gegen ausgewachsene Läuse und ihre Nissen. Es gilt als besser verträglich als natürliche Pyrethrum-Extrakte oder Lindan-haltige Präparate.

Seit 2004 ist Permethrin in Deutschland auch als Mittel gegen die Krätze (Scabies) zugelassen. Hier gilt es als wirksamer und verträglicher Wirkstoff. Weiterhin findet Permethrin in Form von 5%iger Creme Anwendung bei Rosacea.

Mit Permethrin imprägnierte Textilien sollen ihre Träger vor gefährlichen Insekten und Parasiten schützen. Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr tragen die Soldaten damit behandelte Uniformen.

Die Verwendung von mit Permethrin imprägnierten Moskitonetzen gilt als guter Schutz vor Malaria.

Da Permethrin sehr vielseitig eingesetzt wurde und wird, kann nicht immer genau festgestellt werden, woher das nachweisbare Permethrin stammt. Mögliche Quellen sind neben Holzschutzmitteln Pflanzenschutzmittel (und Sprays) gegen Insekten, die diesen Wirkstoff enthalten. Möglich ist auch das Vorkommen in Köderboxen oder ähnlichen Vorrichtungen zum Bekämpfen von schädlichen oder lästigen Insekten (Silberfischchen ...). Es wird ebenfalls gerne bei Naturtextilien (Teppiche mit Wollsiegel u. a.) als Mittel gegen Schädlingsbefall eingesetzt. Hier können dann durch die meist große Fläche und den direkten Kontakt mit der behandelten Wolle Probleme auftreten.

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist vom Kauf oder der Verwendung von Teppichen oder Teppichböden mit vorbeugender Ausrüstung abzuraten. Beim Kauf sollte ggf. eine entsprechende schriftliche Bestätigung gefordert werden.

Als problematisch ist die Tatsache anzusehen, dass für die Vergabe des Qualitätszeichens "Wollsiegelqualität" eine vorbeugende Motten- und Käferschutzausrüstung (meist auf Pyrethroidbasis) erforderlich ist.

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© Schadstoffberatung Tübingen   Dezember 2015