Schadstoffberatung Tübingen

Lösemittel
(leichtflüchtige organische Verbindungen - VOC)

Lösemittel sind flüssige organische Stoffe und deren Mischungen, die dazu dienen, andere Stoffe zulösen, zu verdünnen, zu emulgieren oder zu suspendieren, ohne sie chemisch zu verändern. Hauptsächliches Anwendungsgebiet im Baubereich sind Anstrichstoffe, Klebstoffe, Abbeizmittel und Verdünner.

Vielverwendete Lösemittel sind Testbenzin, Toluol, Xylol, Dichlormethan, Dichlorethan, natürliche Lösemittel sind u.a. Citrusschalenöl und Terpentinöl.

Lösemittel sind leichtflüchtige Substanzen, die bei der Verarbeitung zu akuten Belastungen führen.Sie besitzen aufgrund ihrer ihrer hohem Fettlöslichkeit toxische Wirkungen wie z.B. Haut- und Schleimhautreizungen. Gemeinsam ist aus toxikologischer Sicht allen Lösemitteln ihre alkoholartige, narkotisierende Wirkung. Das Zentralnervensystem ist also einer der gemeinsamen Angriffspunkte, daneben kommen auch Leber und Nieren infrage. Bei manchen Lösemitteln ist eine krebserzeugende (z.B. Dichlormethan) und/oder eine fruchtschädigende Wirkung (z.B. Toluol) wahrscheinlich. Der wichtigste Einwirkungspfad auf den Organismus ist über die Atemwege. Die Resorption über Haut und Schleimhäute darf jedoch nicht vernachlässigt werden.

 

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© Schadstoffberatung Tübingen   10.05.2006    li