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Chemischer Name:
N'(Dichlor-fluor-methylthio)N',N-dimethyl-N-phenyl-Schwefelsäurediamid;
C9H11Cl2FN2O2S2
Es handelt sich bei dieser Substanz um ein Fungizid (Mittel gegen Pilzbefall) mit
vorbeugender Wirkung. Es zeigt als Nebeneffekt auch Wirkung als Fraßgift gegen Insekten
u. a.. Der Handelsname der Substanz ist Euparen oder Preventol A4. Es zersetzt sich bei
Kontakt mit alkalischen Mitteln.
Im Körper erfolgt, aus Tierversuchsergebnissen, eine rasche Aufnahme und auch schnelle
Ausscheidung. Es ist also nicht von einer Speicherung im Körper auszugehen. Es ist als
gesundheitsschädlich (Xn) eingestuft. Bei der Anwendung soll die Berührung
mit Haut und Augen vermieden werden. Im Tierversuch zeigten sich Reizerscheinungen auf
Haut und Augen.
Aus unserer bisherigen Erfahrung ergibt sich die Vermutung, daß bei längerfristiger
Einwirkung durch Ausgasungen aus mit diesem Mittel behandelten Werkstoffen auch beim
Menschen Reizerscheinungen hervorgerufen werden können. Diese äußern sich in Form von
Augen- und Schleimhautreizungen, allgemein verstärkter Anfälligkeit gegenüber Infekten,
Niedergeschlagenheit, Mattigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit usw.
Vom Bundesgesundheitsamt und auch von Herstellern gibt es die Empfehlung,
Holzschutzmittel dieser Art nicht großflächig in Innenräumen zu verwenden. Verbindliche
Richt- oder Grenzwerte sind uns derzeit nicht bekannt. Es ist jedoch nachgewiesen, daß
bei deutlich nachweisbaren Konzentrationen diese Verbindung auch in die Raumluft austritt
und zu Problemen führen kann.
Dichlofluanid ist bei oraler Aufnahme, d. h. Aufnahme über den Mund, nicht sehr
giftig. Bei inhalativer Aufnahme, d. h. Aufnahme über die Atemwege ist diese Verbindung
jedoch wesentlich giftiger.
Der Nachweis aus Hausstaub, wie er bei anderen Holzschutzmitteln möglich ist, ergibt
bei Dichlofluanid nur sehr unbefriedigende Ergebnisse. Wenn dieses Mittel im Staub
festgestellt wird, ist mit verstärktem Austreten zu rechnen.

© Schadstoffberatung Tübingen 10.05.2006 li
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