|
Treten nach einem Umzug oder einer Renovierung gesundheitliche Beschwerden (z.B.
Atemwegserkrankungen, Hautausschläge, Kopfschmerzen, Schlafstörungen u.ä.) auf, so
liegt der Verdacht auf so genannte "Hauskrankheiten" nahe. Hier empfehlen sich
folgende Schritte:
- 1) Recherche über Haus und Einrichtung
- Wann wurde das Haus gebaut bzw. modernisiert (u.U. geologische Untersuchungen,
Bodenuntersuchungen)
- Welche Materialien (Putz, Wandverkleidung, Teppichböden, auch Vorhänge,
Tapetenmaterial, u.U. Dämmmaterial) wurden verwendet?
- Welches Heizsystem ist installiert?
- Wie ist der bauliche Zustand des Hauses (feuchte Räume, Pilzbefall etc.)?
2) Schadstoffanalysen
- Richtet sich auf Grund der Bestandsaufnahme bzw. des Krankheitsbildes der Verdacht gegen
bestimmte Stoffe, können gezielt Raumluftmessungen (i.d.R. besser Hausstaubmessungen)
vorgenommen werden.
- Weitere Messungen: Bestimmung der relativen Luftfeuchtigkeit; u.U.
Radioaktivitätsmessung
3) Sanierungsmaßnahmen
- Die insbesondere bei Holzschutzmitteleinsatz oder bei zu hohen Formaldehydwerten
aufwendigen Sanierungsmaßnahmen sollten möglichst von Fachleuten vorgenommen werden.
Eventuelle Schadensersatzleistungen der Vorbesitzer bzw. Eigentümer sind im Einzelfall zu
prüfen.
Mögliche Ursachen:
- Bau- und Einrichtungsmaterialien: Schadstoffausgasungen aus Möbeln, Wand- und
Deckenpaneelen, Bodenbelägen, Wandfarben, Tapeten und Lacken
- Lösemittel in Klebern
- Formaldehyd im Mobiliar (z.B. alte Einbauküchen, Schränke)
- Holzschutzmittel: vorwiegend bei Holzverkleidungen und offenliegenden Deckenbalken in
Fachwerkhäusern
- Raumklima: Konvektions- oder Strahlungsheizung, hier kann die Umstellung von Kachelofen
(Strahlungswärme) auf Zentralheizung mit Radiatoren (Konvektion) eine Rolle spielen
- Luftfeuchtigkeit unter 40 %
- elektrostatische Aufladungen durch synthetische Materialien (Teppiche, Gardinen)
- Elektroklima: Belastung durch elektromagnetische Strahlung
Zurück zur Fragenseite


© Schadstoffberatung Tübingen 11.05.2006 li
|