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Schimmelpilze an Wänden sollten immer als Warnsignal betrachtet werden. Sie entstehen
bei Feuchtigkeit an Decken und Wänden. Die Ursachen sind normalerweise:
- verstopfte Regenrinnen,
- undichte Dächer,
- schadhafter Putz,
- falsches Lüften,
- oder schlecht wärmegedämmte Außenwände.
Schimmelbildung vermeiden
Wenn die Wandoberfläche deutlich kühler ist als die Raumluft, bildet sich
insbesondere in Zimmerecken leicht Kondenswasser. Es ist deshalb ratsam, lieber zwei- bis
dreimal täglich mit Stoßlüftung (Durchzug) die Luft zu erneuern. Kipplüftung kühlt
dagegen die Wand zusätzlich aus und verstärkt die Schimmelbildung. Besonders nach dem
Einbau dichtschließender Fenster müssen die Lüftungsgewohnheiten der verbesserten
Dämmung angepasst werden. Eine Faustregel besagt, dass man in einem Haus nur dann
isolierverglaste Fenster einbauen darf, wenn man gleichzeitig die Wärmedämmung
verbessert. Unter Umständen muss diese Dämmung sogar auf einbindende Innenwände und
Decken ausgedehnt werden, wenn ein kühler Raum vom Nebenzimmer aus mitgeheizt wird.
Große Möbel dürfen nicht an kühlen Außenwänden stehen. Die Luft muss hinter dem
Möbelstück zirkulieren können; deshalb ausreichend Abstand halten und unter den Möbeln
eine Luftzirkulation sicherstellen.
Schimmelbildung bekämpfen
Das Umweltbundesamt gibt folgende Hinweise:
- Um das Wachstum von Schimmel zu stoppen, werden befallene Stellen an den Wänden mit
Essigessenz (konzentrierter Essigsäure) oder einer Mischung aus Alkohol (97% Ethanol) und
Salicylsäure (3%) abgewischt. (In der Apotheke erhältlich)
- Bei starkem Befall der Wände müssen nicht nur Tapeten, sondern auch Putz- und
Fugenmörtel entfernt werden. Risse oder Fliesenfugen sollten sorgfältig abgedichtet
werden.
- Verschimmelte Teppiche und Teppichböden müssen entfernt werden.
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© Schadstoffberatung Tübingen 11.05.2006 li
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