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Fenster sind die Augen des Hauses. Sie lassen Licht und wärmende Sonnenstrahlen in die
Zimmer hinein und sorgen für den Luftaustausch. Sie sind aber auch eine Schwachstelle bei
der Wärmedämmung.
Der durch Fenster und andere Verglasungen entstehende Wärmeverlust kann nach Angaben
des Umweltbundesamtes bis zu etwa ein Drittel des gesamten Wärmeverlustes an Gebäuden
ausmachen. So wird gleichermaßen viel Geld und CO2 unnötig aus dem Fenster
hinausgeheizt. Ein guter Grund also, der Auswahl von Fenstern und deren Verglasung
besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Welche Fensterarten gibt es?
Die typischen Konstruktionsarten von Fenstern sind:
- Einfachfenster aus einem Flügel mit Zwei- oder Mehrscheiben-Isolierglas,
- Verbundfenster aus zwei mit einem Spezialbeschlag verbundenen Flügeln, die eine
gemeinsame Drehachse besitzen und
- Kastenfenster mit zwei nacheinander zu öffnenden Fensterflügeln.
Die typischen Baustoffe der Rahmen sind:
- Holz,
- Kunststoff (meist PVC) und
- Aluminium.
Instandsetzung und Neukauf
Aus ökonomischer Sicht, aber auch aus Sicht des Umweltschutzes ist es wesentlich
sinnvoller, ein vorhandenes Fenster Instand zu halten als ein neues zu kaufen. Dies ist in
der Regel aber nur bei Holzfenstern üblich. Holzfenster sind bei gleichzeitig
hoher Stabilität wärmetechnisch nach wie vor allen anderen Materialien überlegen,
benötigen aber regelmäßige Wartung.
Die Restaurierung von Kunststoff- oder Aluminiumfenstern ist häufig entweder
nicht notwendig oder erst gar nicht möglich. Sowohl die Entsorgung als auch die
Wiederverwertung ist problematisch. Außerdem ist zu beachten, dass im Vergleich zu
Holzfenstern zur Herstellung von Kunststofffenstern 25-mal so viel Energie benötigt wird;
für Aluminiumfenster sogar 80-mal so viel.
Wärmedämmung: Auf das Glas und den richtigen Einbau kommt es an

Die seit 1995 geltende Wärmeschutzverordnung (WSchV) legt für die Fenstererneuerung
und die Errichtung von Wohngebäuden spezielle Anforderungen an die Wärmedämmung der
Fenster fest. Sie schreibt für die Altbausanierung unter definierten Bedingungen einen
Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert; s. Glossar) von höchstens 1,8 W/m² x K vor. Um
diesen k-Wert zu erreichen ist meist eine besondere Wärmeschutzverglasung notwendig.
Scheiben mit besonders guten Dämmwerten dürfen den Blauen
Engel tragen (RAL-UZ 52). Wenn Sie sich daran orientieren, machen sich die
Investitionen bei der Anschaffung über Einsparungen bei den Heizkosten wieder bezahlt.
Neben der Verglasung hat die Konstruktion des Fensters (Rahmendämmung) und der
fachgerechte Einbau großen Einfluss auf eine gute Wärmedämmung. Hierzu empfiehlt sich
eine fachliche Beratung.
Besonders empfehlenswert: Holzfenster aus heimischer und nachhaltiger Forstwirtschaft

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Aus ökologischer Sicht sind Holzfenster aus heimischer Forstwirtschaft die
empfehlenswerteste Lösung. Sie zeigen die günstigste Ökobilanz von der Herstellung bis
hin zur Entsorgung. Sie brauchen aber im Gegensatz zu Kunststoff- und Aluminiumfenstern
regelmäßige Pflege. Auf diese Weise lässt sich die durchschnittliche Lebensdauer von
Holzfenstern von 40 auf 80 Jahre verlängern. Zur Pflege des Rahmens sollten
umweltfreundliche Lasuren eingesetzt werden.
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Rahmen aus Kiefer, Fichte, Lärche oder Douglasie sind besonders gut geeignet.
Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewährleisten eine ökologisch und
sozial verträglich Nutzung der Wälder. Fenster aus diesen Hölzern sind durch das
FSC-Siegel und das
Naturland-Siegel zu erkennen.
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© Schadstoffberatung Tübingen 11.05.2006 li
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